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Wenn sich die namhaftesten Opinion Leader der Clean Tech-, Energie- und Elektromobilitätsbranche in Freistadt, Oberösterreich versammeln, kann es eigentlich nur ein ganz besonderer Anlass sein. Am 31.03.2022 war dies unser 3. Geburtstag – denn am 31.03.2019 verkauften wir als frisch gebackenes Start-up unser erstes Produkt.

Grund genug für uns, dies mit unseren Mitarbeiter:innen, Investor:innen, Partnerbetrieben und Unterstützer:innen zu feiern – und mit namhaften Speakern über die Energiewende zu debattieren: Auf der Bühne der Messehalle Freistadt versammelten sich Größen wie der Bestsellerautor und Redner Marc Elsberg. Mit seinen Wissenschaftsthrillern macht der gebürtige Wiener Themen wie Blackouts für jedermann auf packende Art und Weise zugänglich. Dass im gleichnamigen Thriller „Blackout – Morgen ist es zu spät!“ ein Blackout durch eine Cyberattacke von Terroristen verursacht wird, lud die Podiumsgäste ein, über die Energieversorgung zu reflektieren. Auch die per Videobotschaft zugeschaltete Umweltministerin Leonore Gewessler fand klare Worte für die Bedeutung der Quellen unserer Energiesicherheit, vor allem im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine: „Es ist unerträglich, in welche Hände wir uns in Europa begeben haben – und dass wir jeden Tag einen Angriffskrieg damit unterstützen.“

Dauerbrenner Erderwärmung

Der Klimaaktivist und UN-Berater Marc Buckley gab zu bedenken: „Aktuelle Probleme wie die Coronapandemie und der Ukrainekrieg überschatten ein großes Problem, das alle anderen überdauern wird: Den Klimawandel. Ausgelöst durch einen immensen Energiehunger gefährden wir nicht nur die Sicherheit in Europa – und den Weltfrieden – alarmierend, sondern befeuern auch die Erderwärmung.“

Energiewende ist somit ebenso essentiell wie die Mobilitätswende für die Zukunft der Menschheit. Letztere konnte eingeläutet werden, weil das Henne-Ei-Problem der E-Mobilität durch die Digitalisierung bereits gelöst werden konnte, wie der has.to.be Alexander Kirchgasser hervorstrich: „Man muss sich vor Augen halten: In den blutigen Anfängen der motorisierten Mobilität musste man Benzin in der Apotheke kaufen. Ein Tankstellennetz für Autos mit Verbrennungsmotor gab es natürlich noch nicht. Das wurde erst in den darauffolgenden Jahrzehnten aufgebaut. Ähnlich hat es sich rund hundert Jahre später bei den Elektroautos verhalten. Es gab kein Netz. Diese Vernetzungsprobleme wurden gelöst, indem Ladestationen verbunden wurden und dadurch am Reißbrett ein Ecosystem geschaffen wurde, das vorher nicht existiert hat. Derzeit finden ca. 1 Million Ladetransaktionen in Europa statt – das wurde nur durch die Digitalisierung möglich gemacht.“

Mobilitätswende: Check / Whats Next: Energiewende

Doch mit der Mobilitätswende welche bereits vor einigen Jahren durch die Politik auf Schiene gebracht wurde ist nur ein wichtiger Teil der Maßnahmen umgesetzt worden, die wir als Menschheit setzen müssen, um uns vor Klimawandel, Karbonisierung und Blackout zu schützen.

Der andere Teil ist die Energiewende. Die Grundlage dafür sind stets nicht nur technisches Know-How, sondern auch die rechtlichen Rahmenbedingungen. Österreich nimmt hier eine Vorreiterrolle ein. Als eines der ersten Länder hat es die entsprechenden EU Vorgaben umgesetzt und mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz die regulatorischen Grundlagen für die Energiewende in Österreich geschaffen. Der politische Wille ist daher unabdingbar und wurde von Leonore Gewessler in ihrer Videobotschaft stark betont. Die Energieministerin mahnte zum Ausstieg aus Öl und Gas und dem Ausbau der Erneuerbaren Energien. Ein weiterer Schlüsselfaktor für die Ministerin ist der Aufbruch der Monopolstellung der Energiekonzerne in der Strompreisfestsetzung – der Großteil der Bürger hat schließlich bislang nur als Endkunde am Energiemarkt teilgenommen. Durch Energiegemeinschaften wird ihnen nun auch die Rolle als Stromproduzenten zuteil um Energie regionaler und zu 100% aus erneuerbaren Quellen zu verteilen.

Geräte vernetzen – Menschen vernetzen

Hier konnten wir etwas ganz neues vorstellen: KLUUB, eine Funktion in der neu vorgestellten neoom App, welches die Gründung Erneuerbarer-Energie-Gemeinschaften (EEG) ermöglicht.  

„Die neoom App ist die Verbindung zwischen neoom Produkten und dem IoE – Internet of Energy. Mit KLUUB vernetzt man nun zusätzlich alle Stromverbraucher und Stromroduzenten um das volle Potential von  Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaften auszuschöpfen. So kann ein Mitglied einer Energiegemeinschaft Strom über das bestehende Netz mit den anderen Mitgliedern teilen, ohne dass ein Energieversorger notwendig ist und mitverdient. Dadurch können sich die Teilnehmer so effizient wie möglich ohne einen Dritten mit Strom versorgen. Das EAG – Energieausbaugesetz spielt hier eine Schlüsselrolle, da wesentliche Gebühren wegfallen. So wird der Strom, für den, der ihn kauft, günstiger und dieser Käufer erhält mehr Strom für sein Geld. Und für den, der ihn verkauft, wird der Strom wertvoller, weil netto mehr übrig bleibt“, erklärt der CEO & Gründer der neoom group, Walter Kreisel. Dieser neue Energiemarkt bietet noch weitere große Vorteile: sehr kurze Transportwege und das gute Gewissen, dass der Strom, den man konsumiert und weitergibt, zu 100% aus erneuerbaren Quellen aus der Region kommt.

Im anschließenden Future Talk wurde als Überraschungsgast der bekannte Meterologe Andreas Jäger auf die Bühne geholt und ging der Frage nach, ob der Klimawandel menschengemacht sei. Sein Fazit: „Der Mensch spielt im Klimawandel eine Schlüsselrolle. Der Vorteil: Er ist kein Spielball in der Hand von größeren Mächten. Er kann etwas dagegen unternehmen. Daher liegt es an uns allen die Energiewende gemeinsam einzuläuten.“

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