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Innovation in Unternehmen erstreckt sich längst nicht mehr nur auf die eigene Produktpalette. Durch die zunehmende soziale Verantwortung von Unternehmen müssen Betriebe immer mehr Aspekte mitbedenken, wenn sie innovativ sein wollen. Einer dieser Aspekte ist der eigene CO2 Ausstoß. Doch wie lässt sich dieser überhaupt berechnen? Und wie beeinflussen? 

Das E in ESG groß schreiben. 

ESG (Environmental Social Governance) ist die Weiterentwicklung der Corporate Social Responsibility (CSR) – zieht sie doch nicht nur soziale Aspekte in Betracht, sondern auch ökologische Faktoren der sozialen Verantwortung von Unternehmen. Für einen erfolgreichen Einstieg in ESG Umsetzung macht Monalisa Gomes Mühlböck, Beraterin für ESG bei Edmond und ehemaliger CEO von Fronius in Brasilien, einfach umzusetzende konkrete Vorschläge: Zunächst sollte ein Chief Sustainability Officer (CSO) ernannt werden. Ein CSO bestimmt und überwacht die Aktivitäten zur Verringerung der Umweltauswirkungen und setzt Nachhaltigkeitsstandards fest, die in jeder Phase der geschäftlichen Tätigkeit gelten. Indem die Verantwortung einer Person auf Management-Ebene übertragen wird, kann eine effiziente Erreichung und Überprüfung der Nachhaltigkeitsziele bewirkt werden. 

Corporate Carbon Footprint 

Ein weiterer Schritt im ESG ist laut Monalisa Gomez Mühlböck die Berechnung des eigenen Corporate Carbon Footprints. Erst wenn man einen guten Überblick hat, wo im eigenen Unternehmen CO2-Emissionen verursacht werden, können daraus sinnvolle Maßnahmen zur CO2-Reduktion abgeleitet werden. Nach der Implementierung dieser Maßnahmen wird erneut der Corporate Carbon Footprint berechnet, um die Wirkung der Maßnahmen evaluieren und weitere informierte Entscheidungen treffen zu können. Es bleiben jedoch immer CO2-Emissionen, die im Moment nicht weiter reduziert werden können – sogenannte unvermeidbare Emissionen. Hier gibt es noch die Möglichkeit des CO2-Ausgleichs, um klimaneutral zu werden. Die unvermeidbaren Emissionen werden durch den Kauf von Emissionsgutschriften (Carbon Credits) ausgeglichen. Ein Carbon Credit entspricht einer Tonne ausgestoßenem Kohlendioxid. Unternehmen kaufen den Gegenwert ihrer unvermeidbaren CO2-Emissionen von internationalen Projekten, die z.B. in soziale Maßnahmen, lokale Gemeinschaften und die Umwelt investieren und ermöglichen somit die Umsetzung solcher Projekte meist in Entwicklungsländern. Dies ist zwar nur eine bilanzorische Maßnahme, doch durch den freiwilligen Kohlenstoffausgleich ist ein neuer CO2-Markt entstanden, der es umweltbewussten  Unternehmen und Start-ups ermöglicht ihren Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und gleichzeitig soziale und nachhaltige Entwicklungen zu unterstützen.  

ESG Maßnahmen von Unternehmen bewegen dementsprechend den gesamten Welthandel. Start-ups, Cleantech, CO2 Ausgleich und vor allem der Corporate Carbon Footprint sind Themen, von denen wir in Zukunft noch viel hören werden – für uns Grund genug, dem Corporate Carbon Footprint einen eigenen Artikel zu widmen! 

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